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Fidai


Ein echtes Doku-Highlight im bisherigen Kinojahr 2013. (programmkino.de)

Damien Onouri macht mit seinem sensiblen, persönlichen Zeitzeugenfilm ein neues Kapitel der Diskussion revolutionärer Gewalt auf, jenseits von Viktimisierung und Heroisierung. (Der Standard)

"Fidai“ ist eine gelungene Gratwanderung zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Der Film lebt insbesondere von der sympathischen, stillen, mitunter fast gebrochenen Hauptfigur, dem bescheidenen, warmherzigen alten Herren, der erst gar nicht an die heroischen Ikonen des bewaffneten Kampfes der 1960er-Jahre denken lässt, aber ebenso wenig an die Dimension der persönlichen Schuld durch Mord und Verrat. (Filmdienst)

Ounouris Porträt seines Großonkels ist geprägt von Respekt, Zuneigung und Familiensinn. (kino-zeit.de)

Inhalt
El Hadi führt ein einfaches Leben in der algerischen Provinz. Er ist ein Familienmensch und einer von unzähligen anonymen Veteranen des algerischen Unabhängigkeitskriegs. Als 1954 der Krieg begann, war El Hadi 14 Jahre alt. Mit 20 meldete er sich freiwillig als Fidai, als Stadtguerillero der algerischen Befreiungsfront FLN in Frankreich. In Paris führte er zwei Attentate durch.
50 Jahre später begibt sich Regisseur Damien Ounouri zusammen mit seinem Onkel El Hadi auf eine Zeitreise. Schicht für Schicht trägt er El Hadis Schweigen ab und eine immer größere Gruppe beginnt zu sprechen.

Der Algerienkrieg (1954-62) gilt als einer der bedeutendsten anti-kolonialen Befreiungskriege. Er wurde in erster Linie zwischen der französischen Kolonialmacht und der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN (Nationale Befreiungsfront) geführt. Die FLN bildete Fidain aus, Stadtguellieros, die den Kampf nach Frankreich trugen. Neben den blutigen Kämpfen zwischen französischem Staat und FLN fand ein Bürgerkrieg zwischen algerischen Loyalisten und FLN statt, in dem es zu gezielten Tötungen in Algerien sowie in Frankreich kam. 
Nach der Unabhängigkeit übernahm die FLN als Einheitspartei die Regierung. Ende der 1980er Jahre wurde das Mehrparteiensystem eingeführt, in den Wahlen gewann die islamistische Heilsfront FIS, es folgte eine Dekade blutigen Terrorkrieges. Bis heute führt die FLN die Regierungsgeschäfte. Während die Führer des anti-kolonialen Kampfes längst ihre Memoiren veröffentlicht haben und ihre Heldentaten als Fundament des Gründungsmythos des neuen Staates gelten, ist der Mehrheit der Kämpferinnen und Kämpfer in ihr bescheidenes Leben zurück gekehrt. Erst in den letzten Jahren erscheinen ihre Erinnerungen in Büchern auf dem algerischen Markt. Sie ergänzen und hinterfragen die offizielle Geschichtsfassung. Damien Ounouris FIDAI ist der erste Film, der einen einfachen Kämpfer portraitiert.

Damien Ounouri, Algierien/F/China/Kuweit/D/UK 2012, 83 min, arabisch/französisch
Untertitel: Deutsch
PAL, kein Regionalcode

Themen
Kolonialismus, Befreiungskampf, FLN, MNA, Algerien, Familie, Gewalt, Film, Biographie, Erinnerung

Auszeichnungen

Journées Cinématographiques d'Alger: Bester Dokumentarfilm
Doha Tribeca Film Festival (Katar) – Besondere Erwähnung
Buenos Aires LAIFF (Argentinien) – Bester Film
Eröffnungsfilm Mapping Subjectivity Programm im MoMA / New York

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V+Ö-Rechte 150,- €

Produktnummer:

EAN 4280000025296

Preis:

20,00 EUR (ohne MwSt: 16,81 EUR)


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